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Die Gründung Roms

Memotechnisch haben sich Generationen von Schülern die Gründung Roms mit einer Eselsbrücke eingeprägt “753 – Rom schlüpft aus dem Ei.” Was so einfach klingt, ist die legendäre Darstellung der Entstehung Roms als spätere Welthauptstadt und Macht- und Verwaltungszentrum für ein Imperium, das sich auf totalitäre Gewalt und einem todsicheren Riecher für Logik in der Verwaltung begründet hat. Dass gerade daran eines Tages dieses Römische Reich zugrunde gehen würde, das hätte sich niemand bei der Gründung Roms denken lassen. Dekadenz und Sittenverfall waren das Ende Roms. Aber genau die Stadt Rom gab den Namen für das riesige Imperium, das bis nach Großbritannien, Spanien, Nordafrika und Ägypten reichte.

“O, felix roma” – glückliches Rom!

Der römische Schriftsteller Livius erklärte, was die Römer so hören wollten. Denn es war wichtig, dass Rom in der legendenhaften Ausschmückung göttlichen Ursprungs war. Die Römer waren ein abergläubisches Volk und liebten es sich als Lieblinge der Götter darzustellen. So glaubte man, dass die Brüder Romulus und Remus 753 v. Chr. die Stadt Rom auf den sieben Hügeln begründeten. Die beiden waren Söhne des Kriegsgottes Mars. Als ihre Mutter Rhea Silvia schwanger wurde, ließ der Vater, der nicht an eine Jungfrauengeburt glaubte, sie ins Gefängnis werfen. Zudem gab er den Befehl das Kind sofort nach der Geburt zu töten. Doch Diener der Rhea Silvia hatten mit den Zwillingen, die sie gebar Mitleid und setzten sie in einem Binsenkörbchen auf dem Tiber aus. Eine Wölfin fand das Körbchen und statt die Babys zu fressen, säugte sie die Beiden. Diese Darstellung ist allenthalben in Rom zu finden. Oben auf dem Quirinal hinter dem Reiterstandbild des Augustus links, so die Stelle gewesen sein, da wo es die kleine Straße runter geht zum marmertinischen Kerker neben dem Kolosseum.

Ähnlichkeiten sind rein zufälliger Natur

Eine beliebte Eselsbrücke zur Gründung Roms ist: 7 5 3 - Rom schlüpt aus dem Ei".

Eine beliebte Eselsbrücke zur Gründung Roms ist: 7 5 3 – Rom schlüpt aus dem Ei”.

Legenden haben in ihrem Erzählstrang schon Muster. So wurden Romulus und Remus von Hirten gefunden und aufgezogen. Als sie von ihrer göttlichen Herkunft erfuhren und sie die Stadt gründeten, entbrannte unter den beiden Brüdern ein Kampf, indem Romulus den Remus erschlug.

Die rein zufälligen Ähnlichkeiten sind:

1. Stadtbau (Turmbau)
2. Aussetzen auf einem Fluss
3. Brudermord
4. Jungfrauengeburt

Um nur einige zu nennen.

Die eigentliche Gründungslegende könnte noch weiter in die Geschichte reichen. Nämlich in das 9. und 10. Jahrhundert v. Chr. als sich Sabiner und Latiner auf den Hügeln niederließen. Bekannt ist der Raub der Sabinerinnen. Wahrscheinlich waren die Latiner Nachfahren des berühmten Aeneas, der aus dem brennenden und zerstörten Troja mit Gefolgsleuten fliehen konnte. Nach einer Legende und Trick durfte er sich so viel Land abstecken, wie “auf eine Kuhhaut ging”. Doch niemand rechnete damit, wie dünn Aeneas die Kuhhaut in Streifen schneiden ließ.